Den Eichenprozessionsspinner umweltbewusst bekämpfen  

                                                                                 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

für die Freien Demokraten (FDP) stelle ich folgenden Antrag an den Rat der Gemeinde Neuenkirchen.

Der Rat der Gemeinde Neuenkirchen möge beschließen:

  1. Der Eichenprozessionsspinner stellt in der Gemeinde Neuenkirchen  eine akute Problematik und eine tatsächliche gesundheitliche Gefahr für die Bevölkerung dar.
  2. Die Verwaltung der Gemeinde prüft, ob eine Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, wie sie bereits in der niederländischen Gemeinde Groesbeek angewendet wird, in Neuenkirchen realisierbar ist.
  3. Die Verwaltung der Gemeinde Neuenkirchen  stellt eine ausreichende Zahl von Vogelhäuser zur Verfügung, um durch die Ansiedlung heimischer Vogelarten die Population des Eichenprozessspinners spürbar einzugrenzen.
  4. Die Verwaltung der Gemeinde Neuenkirchen stellt einen Kontakt zu ausgewählten Kindergärten oder Grundschulen her, damit die bereitgestellten Vogelhäuser gemeinsam mit dem Kindern bemalt werden können.
  5. Die Verwaltung der Gemeinde Neuenkirchen sorgt für ein fachmännisches Anbringen der Vogelhäuser an den betroffenen Bäumen.

Begründung:

In diesem Sommer stellt die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners eine große Herausforderung für Die Gemeinde Neuenkirchen dar. Die Gemeinde kann darauf nur unzureichend reagieren und ist oftmals gezwungen die betroffenen Gebiete für die Bevölkerung zu sperren.

Eine Entfernung der Raupen ist oftmals aufwendig und teuer. Viele Beseitigungsversuche des Eichenprozessionsspinners haben darüber hinaus umweltschädliche oder -gefährdende Wirkungen und sind nicht als geeignet anzusehen.

Die niederländische Stadt Groesbeek hat dagegen in einem Pilotprojekt die Ansiedlung von Rotkelchen, Blau- und Kohlmeisen erfolgreich getestet. Durch die Ansiedlung dieser heimischen Vögel kann die Population des Eichenprozessionsspinners bereits im Frühstadium spürbar eingedämmt werden. Die Vögel siedeln sich im Frühjahr in den angebrachten Vogelhäusern an und nutzen diese als Brutstätten. Die Eichenprozessionsspinnerlarven dienen den Vögeln als natürliche Nahrung für ihre Jungtiere.

Die vorgeschlagene Lösung würde demnach nicht nur die Ansiedlung von heimischen Vogelarten fördern, sondern auch die Population des Eichenprozessionsspinners spürbar eingrenzen.

Darüber hinaus bietet eine Zusammenarbeit mit den lokalen Kindergärten oder Grundschulen einen spielerischen und kreativen Mehrwert für die Kinder. Die Kinder könnten sich im Zuge der Bemalung der Vogelhäuser auch mit der lokalen Vogelwelt auseinandersetzen. Hierbei ist eine Natur-Projektwoche denkbar.

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